Geschichte

Der Wappenbaum von Straßgräbchen - Die Hainbuche

Bild "Ort Straßgräbchen:interhaibu.JPG"














Gisela Pianski durfte den neuen Wappenbaum weihen


Bereits im Jahr 2004 pflanzten die Straßgräbchner IHREN Wappenbaum „Die Hainbuche". Sie ist leider eingegangen. Um die Tradition zu wahren, ergriff der Heimatverein die Initiative. Am 22.Juni 2014 hatten sich wieder viele Bürger auf der Hortwiese eingefunden, um den neuen Wappenbaum zu weihen. Dafür wurde eine vorhandene Hainbuche ausgewählt. Zur Erklärung der Tradition sollte man wissen, dass Straßgräbchen in einer Urkunde des Bischofs von Meißen vom 19. Mai 1225 unter dem Namen Grabowe erstmals erwähnt wurde. Der deutsche Ortsname hat nichts mit dem „Straßengraben“ zu tun, sondern stammt von der sorbischen Bezeichnung Hrabowka für eine kleine Siedlung bei den Hainbuchen oder am Buchenwald. Zur Unterscheidung vom Nachbarort Großgrabe (Hrabowa) wurde das Präfix „Straß-“ hinzugefügt, welches sich auf die Lage an der Straße von Kamenz nach Ruhland bezieht.
Die Hainbuche musste leider im Laufe der Jahre wirtschaftlicheren Baumarten weichen und ist heute nur noch an wenigen, exponierten Standorten in den Wäldern um Straßgräbchen zu finden.

Zur Geschichte des Dorfes Straßgräbchen

Straßgräbchen wurde in einer Urkunde des Bischofs von Meißen vom 19. Mai 1225 unter dem Namen Grabowe erstmals erwähnt wurde. Der deutsche Ortsname hat nichts mit dem „Straßengraben“ zu tun, sondern stammt von der sorbischen Bezeichnung Hrabowka für eine kleine Siedlung bei den Hainbuchen oder am Buchenwald. Zur Unterscheidung vom Nachbarort Großgrabe (Hrabowa) wurde das Präfix „Straß-“ hinzugefügt, welches sich auf die Lage an der Straße von Kamenz nach Ruhland bezieht.
laut Historischem Ortsverzeichnis (Leipzig 1957) von Karlheinz Blaschke:
Jahreszahl
Ortsname
1225
Grabowe
1383
Hungheregen Grabowe
1455
Mali Grobaw
1476
Cleine Grabichin
1566
Grebichen

Jahr
Anzahl der Einwohner
Quelle
1755
167
Gerichtsbuch Straßgräbchen 1747 bis 1756
1834
253
Hist. Ortsverzeichnis 1957 von K. Blaschke
1871
365
wie oben
1890
520
wie oben
1910
764
wie oben
1925
785
wie oben
1942
855
Landesfilialarchiv Bautzen Akte 10629/2658
1947
1055
Kreisarchiv Kamenz Polizeisachen
1956
999
Statistisches Jahrbuch des Kreises  Kamenz 1995
1993
991
Unterlagen der Gemeinde
2001
803
wie oben
2004
794
wie oben
2006
764
wie oben
2013
680
Stadtverwaltung Bernsdorf

(Text aus der Festschrift zur 775 Jahrfeier - Autor Herr Fünfstück)
Viele Orte des Kreises Kamenz feierten im Jahr 2000 ihr 775-jähriges Bestehen. Sie alle berufen sich dabei auf ein Schriftstück, das im Panschwitzer Zisterzienskloster St. Marienstern aufbewahrt wird. Der Meissner Bischof Benno Џ. . ließ diese Urkunde anfertigen. Sie trägt das Datum 25.05.1225. Ihr Inhalt bestätigt die Weihe der Kamenzer Pfarrkirche, die nach einem Brande neu errichtet wurde. Der Bischof legte außerdem fest, welche Einnahmen der Kirche zustanden. Alle Orte, die der Kamenzer Parochie angehörten und Kirchenzehnt zu entrichten hatten, wurden aufgeführt. Eines der genannten Dörfer war Straßgräbchen.

Im Jahr 2000 beging Straßgräbchen demzufolge den 775. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung Straßgräbchens. Das Dorf kann und wird sicherlich etwas älter sein. Niemand hat festgehalten, wann die ersten Bauern sich hier niederließen. Fest steht, dass deutsche Siedler, die aus den Gebieten westlich der Elbe kamen, sich um 1200 hier ansiedelten. Es ist aber durchaus möglich, dass an dieser Stelle schon eine sorbische Siedlung existiert hatte, die von Ankömmlingen erweitert und nach deutschem Recht umgestaltet wurde. Einige Fakten sprechen für diese Version.

Der Name des Dorfes ist slawischen Ursprungs. 1225 wurde es (wie auch Großgrabe) Grabowe genannt. Diese Bezeichnung ist von den damals hier häufig vorkommenden Hain- bzw. Weißbuchen abgeleitet.

Im Ort gab es wahrscheinlich einundzwanzig Bauern, die jeweils eine Hufe besaßen, und den Locator, der zwei Hufen erhielt. Das lässt sich aus den Abgaben, die das Dorf an die Obrigkeit zu entrichten hatte, schlussfolgern. Es ist anzunehmen, dass der Locator ein Ritter war, denn Straßgräbchen hatte Steuern für ein Rittergut und 21 Bauerngüter zu zahlen. Der Rittersitz befand sich am östlichen Dorfausgang. Das Wohnhaus des ehemaligen Ritter- bzw. Stadtgutes wurde an der Stelle errichtet, wo früher eine frühdeutsche Wasserburg stand. Über ihre Bewohner ist leider nichts bekannt. Allerdings fand man im 19. Jahrhundert, als eine Wasserleitung im Gutsgelände verlegt wurde, in etwa zwei Meter Tiefe Münzen aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich um sogenannte Brakteaten, das sind einseitig geprägte Geldstücke aus Silberblech.

Aus dem Mittelalter, also den ersten Jahrhunderten des Bestehens des Ortes, stammt das Sühnekreuz, dass jetzt an der Kreuzung Schulstraße/Forstweg steht. Ursprünglich befand es sich im Grundstück Schulstraße 20, wurde später unmittelbar an die Straße versetzt und erhielt von einigen Jahren seinen jetzigen Standort. Wie die Bezeichnung Sühnekreuz schon ausdrückt, mussten solche Male meist als Strafe für eine begangene Bluttat errichtet werden. Meinungen, dass der Stein zur Erinnerung an einen im Siebenjährigen Krieg gefallenen Soldaten aufgestellt wurde, dürfte kaum stimmen.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts besaß Rule von Bloschdorf unser Dorf. Als er starb, hinterließ er zwei minderjährige Kinder als Erben. Ihr Vormund, Heinrich von Bloschdorf, verkaufte 1476 das Gut an die Stadt Kamenz. Rule von Bloschdorfs Sohn Hans bestätigte den Kaufvertrag im Jahr 1489, nachdem er volljährig geworden war. Seit jener Zeit bestanden enge Beziehungen zwischen unserem Dorf und der Stadt Kamenz. Sie wirken bis in die Gegenwart fort.

Eine der großen Übel der damaligen Zeit waren die Räuberbanden, die das Land unsicher machten. Raubritter und Wegelagerer lauerten Reisende und Kaufleute auf, plünderten sie aus und schreckten vor Morden nicht zurück.
Wenn sie sich stark genug fühlten, überfielen sie auch Gehöfte oder ganze Dörfer. Dieses Schicksal traf auch Straßgräbchen.

In der Oberlausitz zog seit etwa 1510 eine Bande von „Lantsplackern" umher, die unter Führung Heinrich Kragens stand. Im Frühjahr 1512 trieben diese Wegelagerer ihr Unwesen besonders in der westlichen Oberlausitz. Kaufleute wagten sich nur noch im Schutz Bewaffneter mit ihren Fuhrwerken auf die Straßen. So war es auch am „Dienstag nach Cantate" (Cantate: vierter Sonntag nach Ostern) 1512. Die Räuber lauerten Kaufleute in der Nähe von Kamenz auf. Vorsorglich hatte der Stadtrat die Handelsleute durch eine Gruppe bewaffneter Reiter begleiten lassen. Deshalb mussten die Wegelagerer, ohne Beute gemacht zu haben, die Flucht ergreifen. Um sich dennoch schadlos zu halten, überfielen sie zwei Ratsdörfer: Liebenau und Straßgräbchen. Sie plünderten die Orte und steckten sie in Brand. Bei der von den Kamenzern aufgenommenen Verfolgung musste die Bande Ihre Beute zurück lassen. Wie groß der Schaden durch das Feuer war, wurde leider nicht überliefert.

Kamenz führte den Kampf gegen das Raubrittertum nicht allein, sondern als Mitglied des Sechsstädtebundes. Als sich die Vereinigung der Oberlausitzer Städte 1547 die Ungnade des Königs zuzog, wirkte sich das auch auf Straßgräbchen, das bis dahin Eigentum der Stadt gewesen war, aus. Der Ort kam unter königliche Verwaltung und wurde schließlich verkauft.

Im 16. und 17. Jahrhundert waren Mitglieder der bekannten Adelsfamilie von Ponickau die Besitzer Straßgräbchens. Unter Ihrer Herrschaft erreichte das Bauernlegen einen ersten Höhepunkt im Ort. Die Zahl der Bauern verringerte sich auf 14 (12 Ganzbauern und 2 Halbbauern), die insgesamt dreizehn Hufen Land besaßen. Das Land der „gelegten" Bauern hatte sich die Herrschaft angeeignet, ließ es aber von den Bauern bearbeiten, die „ungemessene" Dienste (sechs Tage in der Woche) verrichten mussten. Diese Ausbeutung führte (auch beeinflusst durch den Ausbruch des dreißigjährigen Krieges) zur Rebellion der Straßgräbchener Bauern. Die Felder der Herrschaft blieben 1620/21 unbearbeitet.

Natürlich konnten sich die Bauern auch gegen die Macht des Adels nicht durchsetzen, drastische Strafen folgten. Einige Bauern mussten den Ort verlassen, die anderen hatten Buße zu leisten. Die oft zügellose und verschwenderische Lebensweise des Adels führte nicht selten zu Ihrer völligen Verschuldung, so auch bei Hans von Ponickau. Als er 1631 starb, hinterließ er seinen Erben, zwei Söhnen nur Schulden. Deren Vormünder teilten damals dem Amtmann mit, dass „nicht das geringste Stück von allen…Lehengütern übrig bleiben werde".

Sie erhielten alle neue Besitzer. Straßgräbchen wurde wieder Eigentum der Stadt Kamenz, die das Dorf später an Ludwig von Kahle verkauften. Andere Besitzer folgten.

Einer von ihnen zeichnete sich durch besondere Härte und Strenge aus. Es handelte sich um den „Kapitän der Kursächsischen Reuterei" Friedrich von Bussy. Am 14. September 1779 hatte ihn Kaiser Joseph Џ. in den Adelsstand erhoben. Am 3.August 1786 kaufte Bussy das Rittergut Straßgräbchen. Er und seine Ehefrau Claudia, geb. Hartmann von Löwenbrunn, hatten ihren ständigen Wohnsitz im Straßgräbchener Herrenhaus.

Hauptmann von Bussy organisierte den Frondienst nach militärischen Grundsätzen (bekanntlich hatte jeder Bauer täglich mit einem Gespann Dienst auf dem herrschaftlichen Hof zu verrichten). In einem zeitgenössischen Bericht heißt es dazu: „ Die Zeit des Anspannens ist genau bestimmt. eine halbe Stunde vorher wird mit einer auf dem Hof befindlichen Glocke geläutet, das bisher verschlossenen Hoftor geöffnet und nun ziehen die Bauern in Colonne auf den Hof und stellen sich daselbst in Reih und Glied, wo alsdann der Herr oder sein Verwalter bestimmt, was jeder machen soll".
Als Gerichtsherr verhängte Bussy für geringfügige Vergehen drastische Strafen und es konnte passieren, dass er seinen Untertanen gegenüber handgreiflich wurde, wenn er mit der Arbeit unzufrieden war. Bekannt ist dazu die Auseinandersetzung mit dem Gärtner Christoph John.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann eine weitere Phase des Bauernlegens. Bereits Bussys Vorgänger, Graf von Holtzendorff, hatte damit begonnen. Vier Bauern verloren ihre Höfe. Die Flächen wurden der herrschaftlichen Wirtschaft zugeschlagen, einzelne Felder an Bauern bzw. Gärtner verkauft oder damit Häuslerstellen ausgestattet. In diesem Zusammenhang entstand der Ortsteil Grünberg.
Friedrich von Bussy lebte verarmt, erblindet und gelähmt noch 1831 in Hubertusburg und starb bald darauf.

Bereits 1827 war Straßgräbchen zwangsweise verkauft worden.

In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entstand ein weiterer Ortsteil Straßgräbchens, Waldhof. Ausschlaggebend dafür war die Existenz der Straße von Königsbrück nach Hoyerswerda.

Das Gesetz über die Ablösung der Erbuntätigkeit leitete einen neuen Abschnitt der Geschichte des Ortes ein. Aus den Untertanen wurden Staatsbürger. Ein gewählter Gemeinderat bestimmte weitgehend die Geschicke des Ortes. Der erste Gemeindevorsteher war Friedrich Gotthelf Kretzschmar, sein Stellvertreter Gottfried Schäfer.

In den folgenden Jahren veränderte sich der Charakter des Ortes. Neben der Landwirtschaft entstanden zahlreiche Handwerksbetriebe und die Zahl der Einwohner verdoppelte sich im Vergleich zu 1835 noch vor dem Beginn des neuen Jahrhunderts (1890: 520 Einwohner). Beeinflusst wurde diese Entwicklung u.a. durch das Entstehen zahlreicher Industriebetriebe im benachbarten Bernsdorf und den Anschluss Straßgräbchens an das Eisenbahnnetz.

Im vergangenen Jahrhundert waren es vor allem die beiden Weltkrieges und deren Folgen, die gravierende Veränderungen im Leben der Bevölkerung brachten. Ungeheures Leid hatten die Völker Europas und der Welt durch Hitler Deutschland über sich ergehen lassen müssen. Schließlich hatte das deutsche Volk die Folgen dafür zu tragen, dass viele, zu viele, den Versprechungen Hitlers geglaubt hatten und ihm bis zu furchtbaren Ende Gehorsam leisteten. Mehr als sechzig ihrer Angehörigen hatten die Einwohner verloren. Deshalb konnte es nur eine Schlussfolgerung geben, weder Faschismus noch Krieg durften sich wiederholen.

Die Hoffnung, eine Zukunft ohne die Gefahr eines neuen Krieges gestalten zu können, erwies sich bald als Illusion. Das Gegenteil trat ein. Die Konfrontation der beiden Weltsysteme erreichte in Deutschland einen ihrer Höhepunkte. Die beiden deutschen Staaten standen sich als Mitglieder der beiden Militärpakte feindlich gegenüber. Das hatte unmittelbare Auswirkungen auf unser Dorf. Ein Flak-Raketen-Regiment, das lange Zeit dem „Diensthabenden System" der Staaten des Warschauer Paktes angehörte, wurde hier stationiert. Welche Folgen das für den Ort im Falle eines Krieges gehabt hätte, ist kaum vorstellbar.

Die Nachkriegsentwicklung und die Politik der DDR hatte auch in anderer Hinsicht das Dorfes entscheidend geändert. Die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe, die überlebt hatten, mussten sich zu „Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften" zusammenschließen, die immer größere Territorien zu bewirtschaften hatten. Der Einsatz von Großtechnik bis zu Agrarflugzeugen bestimmte die Arbeitsorganisation. Die Grundstücke der Bauern wurden demzufolge in immer geringeren Maße als Arbeitsstätten genutzt. Ihr Umbau zu reinen Wohngrundstücken war allerdings, bedingt durch fehlendes Material, recht schwierig, ohne ,,Beziehungen" fast unmöglich. Gleiches traf für öffentliche Bauten zu, die nicht „im Plan" standen. Während der Schul- und Turnhallenbau auf der Grundlage zentraler Beschlüsse erfolgte, wurde der ehemalige Konsum mit Kegelbahn und Jugendklub sowie das Mehrzweckgebäude in „Eigeninitiative" errichtet. Dabei bewiesen die Einwohner große Einsatzbereitschaft und opferten viele Stunden ihrer Freizeit. Sie setzten damit eine Tradition fort, die sich zuvor schon bei der Rekonstruktion des Dorfteiches, dem Bau des Sportplatzes und der Feierhalle auf dem Friedhof bewährt hatte.

Die Wende in den neunziger Jahren 1989/90 stellte alle vor neue Anforderungen. Dinge, die man sich bis dahin nicht vorstellen konnte, waren nun möglich. Stillgelegte Äcker, leerstehende Wohnungen, eingestellter Personenzugverkehr und besonders Arbeitslosigkeit gehörten zum Alltag. Diesen Erscheinungen stehen modernisierte Wohngrundstücke, denen am ihren früheren Zweck und Zustand nicht mehr ansieht, ordentliche Straßen, auf denen fast pausenlos die vielen Autos rollen, und zahlreiche neue Betriebe und Einrichtungen gegenüber. Ein Gewerbegebiet und das im Industriegebiet gebaute Klimakompressorenwerk der Firma Toyota, das im Jahr 2000 mit der Produktion begonnen hat, lassen die Hoffnung zu, das die Übergangszeit überwunden wurde.
Der Charakter des Dorfes hat sich völlig gewandelt. Weder das Gelände des ehemaligen Rittergutes noch die Bauernhöfe lassen ihre frühere Nutzung erkennen. Scheunen und Ställe wurden zu modernen Wohngebäuden, Garagen oder Freizeiträumen umgebaut, auf dem Terrain des Rittergutes entstand ein Handelsunternehmen mit großen Lagerhallen.
Es hat den Anschein, dass sich allmählich ein neues Ortszentrum entwickelt. Mit dem Umbau des alten Konsum-Gebäudes in eine Vereinsgaststätte hat sich einiges entwickelt. Von der Lindenstraße bis etwa zur Ringstraße befinden sich links und rechts der Kamenzer Straße Gaststätten, Betriebe und Sporteinrichtungen.  Das setzt sich entlang der Schulstraße und Am Dorfteich fort. Handwerksbetriebe, ein Zahnarzt, eine Physiotherapie und eine Steuerkanzlei befinden sich in diesem Bereich.
Straßgräbchen war bis 2007, bis zur Eingemeindung in die Stadt Bernsdorf, die kleinste selbstständige Gemeinde des Kreises Kamenz, wenn man Einwohnerzahl und Territorium als Maßstab nimmt. An Wirtschaftskraft mangelt es bis heute nicht. Sie wird, dessen sind die Einwohner sicher, bis zum nächsten Jubiläum noch zunehmen. Sieht man die Weißiger Straße entlang, so hat sich mit dem Bau der Firma TDDK - Klimakompressoren im Jahr 1998, das Gesamtbild von Straßgräbchen verändert. Die Firma produziert seit dem Jahr 2000 Klimakompressoren für Kraftfahrzeuge. Seither wird investiert und die Produktion stetig erweitert. Viele Arbeitsplätze sind entstanden. Die neue Umgehungsstraße trägt dazu bei, dass der Verkehr aus dem Ort gezogen wurde, aber vorallem auch, dass Arbeitsplätze von den Autobahnen A4 und A13 schneller erreicht werden.
Und es geht weiter mit der Entwicklung von Industrie und Gewerbe im Ort. Ende 2018 will die Firma Stematec Umformtechnik von Bernsdorf in die neuen Werkhallen ins Straßgräbchener Gewerbegebiet umziehen und mit der Produktion beginnen. Die Geschäftsführer Stefan und Martin Bathow haben sich dafür hohe Ziele gesteckt.  

Als der Chronist des Ortes, Herr Wolfgang Fünfstück verstarb, wurde die Chronik des Ortes ab dem Jahr 2000 nicht weitergeführt.

Anmerkung der Redaktion: Seit 2014 arbeitet die AG Dorfgeschichte, um die Geschichte des Ortes aufzuarbeiten.

Das nächste große Ereignis - die 800 Jahr Feier begeht Straßgräbchen im Jahr 2025




]